28. September 2011 10:21 Uhr
Damit ist spätsommerliches Sommerwetter gemeint, also genau die Wetterlage, wie wir sie zur Zeit haben.
Zum ersten Mal taucht der Begriff um 1800 im Deutschen auf. Namensgeber sind wohl keine alten Damen sondern Kleinspinnen: Bei hohem Luftdruck weben die Tiere lange Flugfäden und lassen sich daran durch die Luft treiben. Tausende Fäden bleiben dann in Bäumen oder Hecken hängen und bilden ein Geflecht, das auch an graue Haare erinnern kann.
Im Altdeutschen wiederum hieß weben noch "weiben". Es geht also nicht um Weiber sondern um Weben.
Die Germanen sahen in den Spinnengeflechten Lebensfäden von Schicksalsgöttinnen. In katholischen Gegenden galten sie lange als Reste des Mantels der Mutter Maria. Fliegt einem ein solcher Spinnfaden ins Gesicht, bringt das nach altem Volksglauben Glück.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)