28. September 2011 11:53 Uhr
Heute erklären wir, was Buchpreisbindung bedeutet. Egal, wo man in Deutschland ein Buch kauft: es kostet überall gleich viel. Das Buchpreisbindungsgesetz von 2002 verpflichtet Verlage rechtlich dazu, für alle Bücher, Noten und kartografischen Produkte einen bestimmten Preis festzusetzen.
Normalerweise werden Preise aus Angebot und Nachfrage bestimmt. Weil das Buch als Kulturgut aber eine besondere Rolle spielt, wird dieser Eingriff in den Markt hingenommen. Damit soll die Meinungsvielfalt auf dem deutschen Buchmarkt gesichert werden. Durch die Buchpreisbindung haben auch kleine, unbekannte Titel mit geringer Nachfrage die Chance, veröffentlicht zu werden.
Allerdings darf ein Verlag die Preisbindung eines Titels nach Ablauf von 18 Monaten aufheben. Auch Mängelexemplare, gebrauchte Titel und Bücher aus Räumungsverkäufen sind von der Buchpreisbindung ausgenommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)