28. September 2011 12:51 Uhr
Wenn es darauf ankommt, braucht man einen Diktator. So könnte man, überspitzt formuliert, die Ergebnisse einer Untersuchung US-amerikanischer Wissenschaftler von verschiedenen Management-Instituten zusammenfassen. Sie wollten herausfinden, welche Rolle Dominanz und Ansehen im Zusammenhang mit Führungsqualitäten spielen.
Dafür führten sie drei Experimente durch, in denen jeder Teilnehmer Spielchips im Wert von 20 US-Dollar bekam. Die Forscher beobachteten, ob die Teilnehmer sie selbst behielten, an die eigene Gruppe verteilten oder einer anderen Gruppe gaben und wie die übrigen Teilnehmer darauf reagierten.
Dabei fanden sie heraus, dass Großzügigkeit und Gerechtigkeit zwar grundsätzlich als positive Eigenschaften empfunden werden. Bei Führungspersönlichkeiten können sie aber auch als Zeichen von Schwäche interpretiert werden.
Aus ihren Ergebnissen schließen die Forscher: In Friedenszeiten wünschen sich die Menschen respektable und angesehene Anführer. In härteren Zeiten brauchen sie aber ein dominantes, machtversessenens Oberhaupt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)