29. September 2011 08:28 Uhr
In der israelischen Armee kann auch Musik zu einem heiklen Thema werden. Seit mehreren Wochen wird in dem Land über eine Gruppe von strenggläubigen Soldaten diskutiert, die eine Armee-Feier verließen, weil weibliche Kameraden sangen. Weil sie den Befehl verweigerten, zurückzukehren, wurden sie aus dem Offizierskurs geworfen. Einer der Soldaten reichte dagegen Beschwerde beim Obersten Gerichtshof in Jerusalem ein. Unterstützung erhalten die Betreffenden vom Chef-Rabbiner der aschkenasischen Glaubensgemeinschaft, Yona Metzger. Er fordert eine schnelle Lösung, damit religiöse Soldaten Frauengesang künftig meiden könnten. Das dürfte gar nicht so leicht sein: Jede jüdische Israelin muss für zwei Jahre zum Militärdienst.
Dass strenggläubige Juden in die Armee gehen ist ein Novum. Aufgrund ihres strengen Glaubens sind sie nicht zum Dienst verpflichtet. Die Orthodoxen argumentieren auch gerne, sie verteidigten das Land mit ihren Gebeten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)