29. September 2011 09:01 Uhr
Heute vor 70 Jahren begannen die Nationalsozialisten in der Schlucht Babij Jar bei Kiew, mehr als 33.000 Juden zu erschießen. Das Massaker dauerte 36 Stunden und gilt als größte einzelne Mordaktion der Deutschen während des Krieges gegen die Sowjetunion.Die Rote Armee hatte 1941 vor ihrem Rückzug aus Kiew Sprengkörper zurückgelassen, die bald nach dem Einzug der Deutschen explodierten.
Als Vergeltungsaktion planten die Nationalsozialisten das Massaker von Babij Jar, erzählten den jüdischen Kiewern aber, sie würden umgesiedelt. Stattdessen wurden sie ermordet - wie später auch weitere Juden, sowjetische Kriegsgefangene, Ukrainer, Roma und Sinti. Nach sowjetischen Quellen wurden bis zur Befreiung von Kiew durch die Rote Armee zwei Jahre später insgesamt 100.000 bis 200.000 Menschen getötet.
Die Vereinigung der ukrainischen Juden verlieh den Titel "Gerechter von Babij Jar" an mehr als 400 Menschen, die Juden vor dem NS-Terror versteckt gehalten hatten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)