30. September 2011 06:55 Uhr
Mit den Schädeln aus Afrika wollten deutsche Forscher rassistisches Gedankengut untermauern. Die Angehörigen der Herero- und Nama-Stämme wurden vor über 100 Jahren getötet, bei Aufständen gegen die deutsche Kolonialherrschaft. Dann brachten Wissenschaftler ihre Köpfe in Formalin eingelegt nach Deutschland, um Rassenforschung an ihnen zu betreiben. Jahrelang hatte das zu diplomatischen Auseinandersetzungen mit Namibia geführt. Doch heute sollen die Schädel in der Berliner Charité an Vertreter der Stämme zurückgegeben werden.
Bei einem Gedenkgottesdienst gestern in Berlin sprach die ehemalige Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul von einem Tag, an dem Deutschland seine Schuld eingestehen müsse. An der Zeremonie nahmen viele Vertreter aus Namibia teil, darunter der Kulturminister.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)