30. September 2011 11:54 Uhr
Die 50er Jahre waren die Zeit des Wirtschaftswunders. Heute haben wir die Wirtschafts- und Währungskrise.
Was hätte wohl der "Vater des Wirtschaftswunders" Ludwig Erhard dazu gesagt? Erhard war von 1949 bis 1963 Bundeswirtschaftsminister, ihm wird ein großer Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung zugeschrieben.
Das "Handelsblatt" lässt Erhard heute noch einmal zu Wort kommen - und zwar in einem fiktiven Interview aus Zitaten Erhards aus den Jahren 1950 bis 1970. Viele klingen erstaunlich aktuell.
Zum Beispiel Erhards Warnung vor einer Politik der Überschuldung: Einmal werde der Tag kommen, da der deutsche Bürger erfahren werde, dass er diese Schulden zu zahlen habe. An anderer Stelle heißt es: Resignation vermöge das Schicksal nicht zu wenden. Und weiter: Es gebe grundsätzlich keine wirtschaftliche Situation, aus der sich nicht mit Wille und Vernunft Auswege und Wege zu neuem Aufstieg finden ließen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)