30. September 2011 14:21 Uhr
In Birma hatten Proteste gegen einen Staudamm Erfolg - der Präsident des südostasiatischen Landes stoppte den Bau. Er selbst nennt sein Land Myanmar, oft wird es aber als Birma oder Burma bezeichnet. Die Gründe dafür liegen in der kolonialen Vergangenheit des Landes. Die größte Bevölkerungsgruppe Birmas heißt offiziell "Myanma"; das heißt soviel wie "stark zusammenhaltend". Umgangssprachlich nennen sich die Einwohner "Bama". Während der Besetzung 1945-48 schloss sich Großbritannien der umganggsprachlichen Bezeichnung an, auch nach der Unabhängigkeit Birmas.
1989 benannte das herrschende Militärregime das Land um in "Myanmar" - vor allem aus Protest gegen die frühere Kolonialmacht. Der Name wird aber von vielen Ländern nicht anerkannt, weil er von einer Militärdiktatur ohne Befragung der Bevölkerung durchgesetzt wurde.
Im deutschsprachigen Raum haben sich die meisten Medien und viele Politiker auf die Bezeichnung "Birma" geeinigt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)