4. Oktober 2011 06:52 Uhr

Studie: Aus Fehlern lernen ist tief im Gehirn verankert

Aus Fehlern lernt der Mensch mehr als aus Erfolgen, das ist hinreichend bekannt. Jetzt legt eine Studie der Michigan-State-Universität nahe, dass dieses Lernen tief im Gehirn verankert ist. Die US-Wissenschaftler gehen davon aus, dass es Menschen gibt, die nach Irrtümern erfolgreicher sind als andere. Dazu müssen sie aber auch daran glauben, aus Fehlern lernen zu können. Diese Bereitschaft wollen die Forscher an der Hirnaktivität von Testpersonen gemessen haben.

In einem Experiment sollten die Probanden wiederholt Buchstabenreihen identifizieren. Bei falscher Lösung wurden elektrische Reize an das Hirn gesandt. Das Ergebnis: Bei allen zeigte ein erstes Hirnsignal an, dass etwas schiefgegangen war. Ein zweites wies darauf hin, dass die Personen nach dem Fehler aufmerksamer wurden, um ihn zu korrigieren - also aus ihm lernen wollen. Bei einigen war das zweite Signal stärker ausgeprägt als bei anderen - sie schnitten auch insgesamt besser ab.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)