4. Oktober 2011 12:55 Uhr
Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an die Forscher Saul Perlmutter, Brian Schmidt und Adam Riess. Deshalb werfen wir an dieser Stelle mal einen genaueren Blick auf das, was ihnen diese Auszeichnung eingebracht hat. Die Wissenschaftler beschäftigten sich mit Supernovae. So nennt man es, wenn Sterne durch eine Explosion millionen- oder sogar milliardenfach heller leuchten als zuvor, bevor sie endgültig erlöschen. Die Physiker suchten nach ganz bestimmten Supernovae: die von alten und vergleichsweise kleinen Sternen tief im All. Sie fanden mehr als 50 davon - und stellten zu ihrer eigenen Überraschung fest, dass diese weit schwächer leuchteten als angenommen. Sie schlossen daraus, dass sich das Universum unendlich weit ausdehnt, und zwar immer schneller.
Das stellte die bis dahin etablierte Meinung auf den Kopf: Zuvor ging man davon aus, dass die Ausdehnung auf den Urknall zurückgeht, sich folglich abschwächt und endlich ist. Ursprünglich wollten die Nobelpreisträger genau das mit ihren Studien nachweisen. Sie fanden das Gegenteil - und dessen Beweis.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)