5. Oktober 2011 09:52 Uhr
Der Protest in Israel für soziale Reformen muss politischer werden. Das fordert Avi Primor, Präsident der Israelischen Gesellschaft für Außenpolitik und ehemaliger Botschafter in Deutschland.
In einem Gastbeitrag in der "Süddeutschen Zeitung" schreibt er, die Proteste richteten sich vor allem gegen fehlende Gelder im sozialen Bereich. Laut Primor wird das meiste Geld aus dem Staatshaushalt für den Siedlungsbau, die Unterstützung der Ultraorthodoxen und das Militär verwendet.
Damit der Protest der Israelis nicht an Kraft verliert, so Primor, müssten die Demonstranten politisch werden und Siedler, Ultraorthodoxe und Soldaten zu Zugeständnissen bewegen. Nur so könne das Problem an der Wurzel behandelt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)