5. Oktober 2011 16:22 Uhr

Erst verlacht, jetzt geehrt: Daniel Shechtman bekommt Chemie-Nobelpreis

1982 wurde die Welt der Chemiker auf den Kopf gestellt.

Damals entdeckte Daniel Shechtman aus Israel Quasikristalle - und bewies damit, dass sich Atome in Feststoffen nicht unbedingt symmetrisch zusammenfügen. Für seine Kollegen war das ein Witz. Shechtman wurde zunächst ausgelacht oder sogar angefeindet. Ein Institutsleiter überreichte ihm ein Lehrbuch für Kristallographie und empfahl ihm, dieses einmal zu lesen. Fast 30 Jahre später soll er für seine Entdeckung nun den Chemie-Nobelpreis bekommen.

Quasikristalle finden sich zum Beispiel in bestimmten Arten von Stahl, dem sie durch ihre dichte Struktur eine besondere Festigkeit verleihen. Weil sie hohen Druck und extreme Hitze aushalten können, will man sie künftig auch künstlich im Labor erzeugen. In der Natur kommen sie in diversen Mineralien vor.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)