6. Oktober 2011 10:27 Uhr
Im Kampf gegen die Großen sollten sich die Kleinen zusammenschließen.
Das schreibt Musikproduzent Michael Reinboth in der "Süddeutschen Zeitung". Er bezieht sich auf die geplante Kooperation zwischen Facebook und dem schwedischen Musikstream-Konzern "Spotify", wegen der sich viele Indie-Lables sorgten. Bei der Zusammenarbeit geht es darum, dass Facebook-Nutzer sich Songs auf ihrer Seite online anhören können und dafür bezahlen. Bei Spotify sind allerdings die meisten Indie-Labels nicht dabei.
Trotzdem verlören sie nicht viel Geld, erklärt Reinboth. Denn die Honorierung für einen Song betrage beispielsweise 0,2 Cent. Und davon müsse erst noch die Digital-Vertriebsmarge abgezogen werden, bevor sich Künstler und Label den Rest teilen könnten. Deshalb ruft der Produzent Musiker und kleine Industrie-Verlage dazu auf, Songs und Platten selbst zu vertreiben. Außerdem könnten befreundete Künstler und Labels sich zu Kollektiven zusammenschließen, um dann technische Anwendungen und Features zu entwickeln und die Kosten zu teilen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)