6. Oktober 2011 14:26 Uhr

Guantánamo-Zeit von Murat Kurnaz wird verfilmt

Eins steht jetzt schon fest: Es wird ein schockierender Film werden.

Denn die Hauptfigur hat fast fünf Jahre lang zu Unrecht im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba gesessen: der Türke Murat Kurnaz, in Bremen geboren und aufgewachsen.

Der Regisseur Stefan Schaller hat nun begonnen, Kurnaz' Geschichte zu verfilmen. Im kommenden Jahr soll der Film in die Kinos gekommen. Dargestellt wird, wie der damals 19-Jährige im Oktober 2001 nach Pakistan reiste, um mehr über den Islam zu erfahren, wie er selber sagt. Er wurde aufgegriffen und landete in Guantánamo, wo US-Soldaten ihn für ein Al-Kaida-Mitglied hielten und folterten, um ein Geständnis zu erpressen.

Kurnaz hat einmal beschrieben, wie ihm in einer Isolationszelle die Luftzufuhr abgedreht wurde und er mehrfach das Bewusstsein verlor. Erst 2006 kam er frei - unter anderem weil deutsche Behörden eine frühere Rückkehr nach Bremen verhindert hatten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)