6. Oktober 2011 14:53 Uhr
Nach mehreren Schlaganfällen kann er kaum noch sprechen. Gedichtet hat er aber immer weiter.
In diesem Jahr wird der schwedische Lyriker Tomas Tranströmer nun mit dem Literatur-Nobelpreis geehrt. Die Königliche Akademie der Wissenschaften in Stockholm begründete das mit der besonderen Sprache des 80-Jährigen. Seine dichten, klaren Bildern eröffneten neue Wege zum Wirklichen.
In Tranströmers Heimatland Schweden rief die Entscheidung des Nobelkomitees Jubel hervor. Schwedens größte Tageszeitung "Aftonbladet" nannte ihn den "Poeten, den alle lieben". Auch in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gab es Lob. Dort schrieb der Kritiker Heinrich Detering: "Wo andere hundert Worte machen würden und zehn genügten, da gibt uns Tranströmer ein einziges."
Seitdem Tranströmer infolge von Schlaganfällen teilweise gelähmt ist, hilft ihm seine Frau Monica beim Schreiben. Mehrere Gedichtbände sind auf diese Weise entstanden, ebenso die Autobiografie "Die Erinnerungen sehen mich".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)