6. Oktober 2011 16:42 Uhr

Ehen auf Zeit für türkische Freier?

Wenn Freier ein schlechtes Gewissen haben, kann das ganz schön das Geschäft verderben. Deshalb möchte eine türkische Prostituiertenvereinigung den außerehelichen Sex im Bordell legitimieren lassen. Wie die Zeitung "Aksam" berichtet, hat der "Verein für ein menschenwürdiges Leben" die islamische Religionsbehörde darum gebeten, die Ehe auf Zeit zu erlauben. Muslimische Männer, die sich Sex kaufen, sollen ihre Prostituierte vorübergehend heiraten können - mit dem Segen der Geistlichen. Zur Begründung hieß, die Freier des Landes seien verunsichert, wie Prostitution aus religiöser Sicht zu bewerten sei.

Die Absage der Religionsbehörde ließ der Zeitung zufolge nicht lange auf sich warten. Sogenannte Muta-Ehen, also vorübergehende Ehen, seien nur im schiitischen Glauben teilweise zulässig. Die meisten Türken seien aber Sunniten. Und für sie seien Ehen auf Zeit eindeutig "haram" - also verboten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)