7. Oktober 2011 06:24 Uhr

Bayerns Arbeitsministerin Haderthauer will Burnout politisch angehen

Ob jemand ein Burnout-Syndrom entwickelt oder nicht, liegt auch in den Händen des Arbeitgebers. So sieht es Bayerns Arbeitsministerin Christine Haderthauer. Die CSU-Politikerin fordert deshalb, politisch gegen die Ausbreitung des Syndroms vorzugehen. Sie sagte im ZDF, zum Beispiel könne die Gewerbeaufsicht nicht nur technische Gefahren am Arbeitsplatz überwachen, sondern auch psychische.

Haderthauer kritisierte, es gebe Unternehmen, in denen erwartet werde, dass die Mitarbeiter den Jahresurlaub nicht ausschöpften und wo diejenigen die Helden seien, die die meisten Überstunden hätten. Es müsse deshalb eine neue Unternehmenskultur entwickelt werden. Dabei sollte es nach Ansicht der Ministerin zum guten Ton gehören, der Belastung der Angestellten Grenzen zu setzen. - Gestern hatte der Prüfkonzern Dekra bekannt gegeben, dass für die meisten Ausfälle am Arbeitsplatz mittlerweile psychische Probleme wie Erschöpfung verantwortlich sind und nicht mehr der klassische Unfall.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)