7. Oktober 2011 09:51 Uhr

UNO-Sondergesandter hofft auf besseres Afghanistan

Afghanistan wird auch auf lange Sicht nicht so stabil und demokratisch sein wie die Schweiz.

Das räumte der UNO-Sondergesandte Staffan de Mistura ein und fügte hinzu, dass die internationale Gemeinschaft das am Anfang gehofft hatte. De Mistura betonte aber in der "Süddeutschen Zeitung", in einigen Jahren werde Afghanistan mehr Menschenrechte bieten - vor allem für Frauen. Es werde eine Mischung zwischen westlicher Demokratie und dem traditionellen System der Region geben und außerdem werde Afghanistan wohlhabender sein als jetzt.

De Mistura versprach außerdem, dass die internationale Gemeinschaft auch nach 2014 engagiert bleibt. Bis dahin will die Bundeswehr alle Kampftruppen abziehen. Der Einsatz der Truppen hatte heute vor zehn Jahren begonnen. Damals griff die US-Luftwaffe kurz nach den Terroranschlägen von New York und Washington das regierende Taliban-Regime an. Grundlage war ein Beschluss des UNO-Sicherheitsrates.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)