10. Oktober 2011 06:26 Uhr
Der schiefe Turm von Pisa bekommt Konkurrenz.
Davon gehen britische Bauingenieure aus. Sie berichten, dass der Uhrenturm am Westminster-Palast in London, in dem die Glocke Big Ben schlägt, immer mehr zur Seite kippt. Inzwischen habe sich eine Neigung entwickelt, die mit bloßem Auge zu sehen sei. Der Turm um Big Ben sinke immer weiter ab. Dabei gehe die Bewegung an der Nordseite schneller voran als an der Südseite. Daher die Schieflage.
Für die Neigung des Turms machen die Ingenieure Bauarbeiten verantwortlich. Seit 1860 sei kontinuierlich rund um den Fuß gearbeitet worden. Abflussrohre seien verlegt, U-Bahnschächte und unterirdische Parkplätze seien gebaut worden.
Die Experten warnen in einem Interview mit der Zeitung "The Telegraph", wenn nichts gegen die Neigung getan werde, könne der Turm eines Tages umfallen. Allerdings werde das nicht so schnell geschehen. Die Ingenieure geben dem Turm noch 4.000 Jahre. Sie warnen jedoch, die Neigung sei in den Jahren seit 2003 schneller vorangegangen. Woran das liegt, wissen sie bisher noch nicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)