10. Oktober 2011 11:32 Uhr
Hier ein Blick ins Lexikon - zum Begriff Kommunitarismus. Dabei geht es um eine Weltanschauung, die die Verantwortung des Individuums gegenüber seiner Umgebung betont. Die Familie nimmt eine zentrale Rolle ein. Der Kommunitarismus zielt auf die Erneuerung von sozialen Werten: weg von einer egoistisch geprägten Gesellschaft, hin zum Gemeinwohl. Dieser Weg soll über den Austausch mit Anderen erfolgen. Im Grundgedanken geht es darum, dass nur ein Mensch, der in einen sozialen Kontext eingebettet ist, fähig ist, Grundsätze für eine gerechte Gesellschaft zu entwickeln.
Der Kommunitarismus versteht sich als Gegenbewegung zum Liberalismus, der das individuelle Interesse als wichtigstes Ziel ansieht. Der Name leitet sich aus dem lateinischen Begriff "communitas" ab, was "Gemeinschaft" heißt. Der Kommunitarismus entwickelte sich in den 1970er und 1980er Jahren in den USA. Seine Hauptvertreter sind unter anderem Amitai Etzioni oder Michael Walzer.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)