10. Oktober 2011 13:21 Uhr
Über dieses Thema wird seit Jahren heftig gestritten - die Studiengebühren. Jetzt haben Forscher des "Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung" eine weitere Untersuchung dazu veröffentlicht. Sie kommen darin zu dem Schluss, dass sich Studierwillige nicht durch Gebühren von einem Studium abhalten lassen. Tina Baier und Marcel Helbig fanden nach eigenen Angaben sogar Anzeichen, wonach Studienberechtigte die höheren Kosten mit einer größeren Wertschätzung eines Studiums für den späteren beruflichen Werdegang verrechneten. Dies gelte vor allem für Studienwillige aus nicht akademischem Elternhaus.
Zugleich wiesen die Wissenschaftler darauf hin, dass aus den Ergebnissen nicht der Schluss gezogen werden dürfe, dass Studiengebühren per se keinen negativen Effekt auf den Wunsch, ein Studium aufzunehmen, hätten. Befragt wurden dafür 46.700 Hochschulberechtigte in Deutschland.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)