10. Oktober 2011 14:31 Uhr

Schlafmangel beeinflusst Neuverschaltung von Hirnzellen in der Jugend

Wer nicht schläft, bleibt dumm.

Dass zu wenig Schlaf viele negative Auswirkungen hat, ist bekannt. Aber nun haben Wissenschaftler aus Wisconsin eine neue Studie vorgelegt, in der sie sich mit dem chronischen Schlafmangel bei Jugendlichen befassen. Der könnte, so schreiben sie in der Zeitschrift "Nature Neuroscience", die Entiwickling des Gehirns beeinflussen.

Sie haben mit Mäusen experimentiert und dort beobachtet, dass es in ihrer Jugendzeit zu wichtigen Umbauprozessen in der Großhirnrinde kommt. Das ist auch beim Menschen so. Für diesen Umbau sind die Schlaf- und Wachphasen besonders wichtig, während des Tiefschlafs nahm die Dichte der Synapsen ab, im Wachzustand stieg sie wieder an.

Chronischer Schlafmangel könnte diesen Synapsen-Umbau stören. Welche Folgen das hat, ist noch nicht klar, die Forscher wollen in einer weiteren Studie klären, ob er eine Ursache für psychische Erkrankungen wie Schizophrenie sein kann, die oft in der Pubertät erstmals auftreten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)