11. Oktober 2011 12:55 Uhr
Heute ein Begriff aus der Biologie: Myostatin. Das ist ein Gen im menschlichen Körper, das dafür sorgt, dass die Muskeln nicht unkontrolliert wachsen. Wenn man diese Gensequenz manipuliert oder ausschaltet, kann das zu mehr Muskelwachstum führen. Deswegen fällt der Begriff Myostatin immer wieder in Zusammenhang mit Gendoping. Die Forscher hoffen aber auch, damit irgendwann muskeldegenerative Erkrankungen behandeln zu können. Bislang gelang dieser Ansatz nur bei Mäusen, nicht beim Menschen.
Es gibt aber natürliche Mutanten. So entdeckten Forscher in den USA, dass Mäuse mit Mutationen in dem Myostatin-Gen doppelt so große Muskelmassen wie normale Mäuse entwickeln. Auch bei speziellen Rinderrassen ist das Gen quasi natürlich manipuliert. Das nutzt die Agrarindustrie aus und züchtet diese Rinder wegen der Masse ihres Muskelfleisches.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)