11. Oktober 2011 16:27 Uhr
Das Bundesverfassungsgericht hat Zweifel daran geäußert, wie die Professoren an deutschen Hochschulen bezahlt werden. Das machten mehrere Richter bei einer mündlichen Verhandlung deutlich. Seit sechs Jahren gibt es ein neues Besoldungssystem. Demnach bekommen Professoren ein Grundgehalt und dazu variable Leistungszulagen, zum Beispiel für besondere Leistungen in der Forschung oder der Lehre. Die Grundgehälter sind jedoch um rund ein Viertel niedriger als im alten Besoldungssystem. Das kritisieren nun die Verfassungsrichter.
Die Bundesregierung verteidigte unterdessen den Systemwechsel. Kernanliegen der Reform sei es gewesen, Qualität von Forschung und Lehre zu verbessern. Es bestehe deswegen kein Anlass für eine Korrektur.
Das endgültige Urteil wird in einigen Monaten erwartet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)