12. Oktober 2011 08:38 Uhr
Sie kritisieren Vetternwirtschaft und Selbstbedienungsmentalität. Mitarbeiter der Deutschen Stiftung Organtransplantation werfen ihrem Vorstand einen "Führungsstil nach Gutsherrenart" vor. Der Berliner "Tagesspiegel" zitiert aus einem anonymen Brief an den Gesundheitsminister und mehrere Politiker. Darin heißt es, der Vorstand verschwende Krankenkassengelder, zum Beispiel durch die private Nutzung von Immobillien oder den häufigen Wechsel von Dienstwagen. Die Führung der Stiftung wies die Vorwürfe zurück. Der Stiftungsrat als Aufsichtsgremium will sich aber damit auseinandersetzen.
Die Deutsche Hospiz-Stiftung kritisierte grundsätzlich das deutsche Organspendesystem: Es sei ethisch höchst fragwürdig, die die Verteilung von Lebenschancen privatwirtschaftlichen Organisationen zu überlassen, die man nach Umsatz bezahle und nicht beaufsichtige.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)