12. Oktober 2011 11:53 Uhr
Hier noch der Blick ins Lexikon - heute ins Holtmann-Politiklexikon. Unter "B" finden wir unter anderem "Bellum iustum". Das ist lateinisch und bezeichnet den "Gerechten Krieg". Es handelt sich dabei um einen moraltheologischen Begriff, der von der christlichen Naturrechtslehre entwickelt wurde. Aus dieser Perspektive ist der "bellum iustum" ein legitimer und damit gerechter Krieg, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden: Alle Möglichkeiten für eine friedliche Beilegung sind gescheitert, es geht um eine Verteidigung gegen schweres Unrecht, die Kriegsmittel sind maßvoll und auf die Konfliktparteien beschränkt. Dann könne von einem "bellum iustum" gesprochen werden.
Kritiker sehen das anders: Sie meinen, dass ein Krieg niemals gerecht sein kann.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)