13. Oktober 2011 06:52 Uhr

Großhirnrinde von Frühgeborenen verrät spätere Intelligenz

Am Gehirn von Frühgeborenen lässt sich möglicherweise erkennen, wie gut ein Kind später lernen und sprechen wird. Das schreiben britische Forscher im Fachmagazin "Neurology". Demnach sei die Phase unmittelbar vor dem Ende der Schwangerschaft bedeutsam für die Entwicklung des Gehirns, weil dann die Großhirnrinde wachse. Dieser Bereich des Gehirns ist für die Verarbeitung von Sinneseindrücken wichtig. Die Forscher haben 82 Frühgeborene vom Zeitpunkt ihrer Geburt an begleitet und immer wieder ihre Großhirnrinde vermessen. Ergebnis: Wenn dieser Teil des Gehirns auch außerhalb des Mutterleibs nachwuchs, erzielten die Neugeborenen später in Intelligenztests mit Normalgeborenen gleiche Ergebnisse. Blieb die Großhirnrinde dagegen weniger entwickelt, zeigte sich das auch bei Tests im Alter von zwei und sechs Jahren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)