13. Oktober 2011 08:53 Uhr

Wir erinnern: Ost-Ampelmännchen werden 50

Wir erinnern an ein Ereignis in der Vergangenheit. Heute vor 50 Jahren, am 13. Oktober 1961, wurden in Ost-Berlin die Ampelmännchen als Signal für DDR-Fußgängerampeln vorgestellt.

Der Psychologe Karl Peglau hatte die Männchen im Auftrag des DDR-Verkehrsministeriums entworfen. Peglaus Ampelmännchen waren eine Reaktion auf das steigende Verkehrsaufkommen Ende der Fünfziger Jahre. Er war sich sicher, dass Fußgänger den Anweisungen im Straßenverkehr nur folgen, wenn sie das Lichtzeichen in den Ampeln mögen und verstehen. Gesucht war ein Symbol das menschlich war und eine starke Signalwirkung hatte. Peglau entwarf zwei rundliche Gestalten mit Hut auf dem Kopf, die viel Leuchtfläche einnahmen. Nach der Wiedervereinigung wurden die Ost-Ampelmännchen gegen ihre schmalen westdeutschen Kollegen ausgetauscht. Aber nicht lange. Wegen des großen Protests in der Bevölkerung wurden nach und nach an vielen Orten wieder die DDR-Ampelmännchen eingesetzt. - Auch in einigen Städten in Westdeutschland. Inzwischen sind die Ampelmännchen dank einer großen Markenkampagne Kult. Es gibt sie unter anderem auf Tassen, Taschen und als Kuscheltiere zu kaufen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)