14. Oktober 2011 06:28 Uhr
Die meisten Medikamente in Deutschland sind überflüssig.
Das findet nicht irgendwer, sondern der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Jürgen Windeler. Der "Frankfurter Rundschau" sagte er, Erfahrungen zeigten, dass eine gute medizinische Versorgung mit 2.000 bis 3.000 Medikamenten möglich sei. Auf dem Markt sind um die 60.000 Produkte.
Pharmahersteller müssen seit Anfang des Jahres bei dem Kölner Institut den Nutzen neuer Arzneimittel nachweisen. Nur wenn sie einen Zusatznutzen haben, kann der Hersteller mit dem Kassenverband den endgültigen Preis aushandeln. Sonst wird ein Betrag festgesetzt, der auf dem Preisniveau vergleichbarer Präparate liegt. Institutsleiter Windeler zufolge werden dadurch zweifelhafte Arzneimittel gar nicht mehr auf den Markt gebracht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)