14. Oktober 2011 07:31 Uhr
In Mexiko werden 98,5 Prozent der Straftaten nie aufgeklärt. Das schreibt der Volkswirt und Jurist Edgardo Buscaglia in der "Süddeutschen Zeitung".
Seit mehr als einem Jahrzehnt beherrsche das organisierte Verbrechen große Teile des Landes. Und schon vorher hätten die damaligen Regierungen die Kartelle unterstützt und von ihren Gewinnen profitiert. Buscaglia befürchtet, der soziale und politische Zerfall Mexikos werde sich verstärken - möglicherweise könnten die Kartelle schon 2012 die Wahlen kaufen.
Wie kommt das Land aus dieser Lage heraus? Keine Lösung sei eine Legalisierung der Drogen, denn die Kartelle handelten auch mit Menschen, Organen und Waffen. Buscaglia fordert eine Verfolgung auch in Europa, wo die Kartelle legale Firmen betrieben. Zudem müssten sich die gesellschaftlichen Eliten und die mexikanische Zivilgesellschaft insgesamt stärker einsetzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)