14. Oktober 2011 09:54 Uhr

Wette auf Literaturnobelpreis: Staatsanwaltschaft stoppt Suche nach Info-Leck

Mit Wetten auf Nobelpreisträger lässt sich viel Geld verdienen - manchmal auch illegal.

Die Stockholmer Staatsanwaltschaft hat jetzt ihre Ermittlungen zu so einem Fall eingestellt. Sie war einem Verdacht nachgegangen, wonach der Name des diesjährigen Literaturnobelpreisträgers Tomas Tranströmer vor Verkündung durchgesickert sein könnte. Anlass war, dass bei einem Glücksspielanbieter im Internet plötzlich auffallend viele Wetter auf Tranströmer gesetzt hatten.

Der Sekretär der Schwedischen Akademie, Peter Englund, sagte jetzt, es gebe keine Hinweise auf eine mögliche Straftat. 2008 war bei der Verleihung des Preises an Jean-Marie le Clézio ein ähnlicher Verdacht aufgekommen. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden deshalb verschärft. Unter anderem tragen die Kandidaten seitdem Codenamen. Der von Tomas Tranströmer lautete Medienberichten zufolge "Stina".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)