14. Oktober 2011 14:29 Uhr
Klimaschutz kann auch Kehrseiten haben. Ureinwohner in Asien befürchten, wegen Klimaschutzprojekten aus ihren Urwalddörfern vertrieben zu werden. Das sagte Joan Carling vom Pakt der indigenen Völker dem entwicklungspolitischen Magazin "welt-sichten".
Im konkreten Fall geht es um die philippinische Volksgruppe der Kankanaey, der Joan Carling selbst angehört. Klimaschutz bedeutet seiner Ansicht nicht, dass niemand mehr den Wald anrühren darf. Ureinwohner würden den Wald nutzen, aber nicht zerstören.
Im Kampf gegen den Klimawandel sollten Entwicklungsländer Entschädigungen bekommen, wenn sie darauf verzichten, Wald zu roden. Carling fordert, dass nicht nur die Regierungen von dem Geld profitieren sollen, sondern auch die Einwohner der betreffenden Gebiete.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)