17. Oktober 2011 06:52 Uhr
"Im realen Leben können wir viele Dinge, die uns Spaß machen, nicht tun - in der virtuellen Welt geht das."
So umschreibt Alice Krueger in der "tageszeitung" ihre Begeisterung für "Second Life". Die US-Amerikanerin leidet an Multipler Sklerose und hilft mit ihrer Firma anderen Behinderten, sich in der virtuellen Welt zurechtzufinden. Unter anderem gebe es dort eine eigene, nicht öffentlich zugängliche Insel. Dort träfen Menschen auf Verständnis, wenn sie nur sehr langsam tippen könnten oder sich ihre Stimme komisch anhöre. Außerdem hat ihre Firma dort ein Museum geschaffen, in dem ausschließlich Kunst von Behinderten ausgestellt wird.
Krueger meint, "Second Life" helfe dabei, darauf aufmerksam zu machen, dass Behinderte in erster Linie Menschen mit Möglichkeiten seien und erst an zweiter Stelle Behinderte. Im realen Leben sei diese Meinung nicht selbstverständlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)