17. Oktober 2011 07:23 Uhr
Hauptverantwortlich für die Hungersnot in Ostafrika ist die Politik. Dieser Meinung ist Nyikaw Ochalla, ein Aktivist der "Anywaa Survival Organisation". Die Organisation setzt sich für das Überleben des indigenen Stamms der Anuak in Äthiopien ein. Der "taz" sagte Ochalla, die Regierung verkaufe hinter dem Rücken der Betroffenen Land an ausländische Investoren. Dieses Land Grabbing gehe auf Kosten der Kleinbauern. In manchen Gegenden würden mittlerweile Schnittblumen statt Nahrungsmittel angepflanzt. Besonders die Region Gambela sei betroffen. Die Anuak betreiben dort laut Ochalla seit Generationen Rotationsfeldbau. Für sie sei der Einmarsch von Investoren besonders schlimm. Die neuen Monokulturen, die viel Dünger und Chemikalien benötigen, würden dafür sorgen, dass Gewässer austrocknen. Das führe zu einer schleichenden Vernichtung des Stammes.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)