17. Oktober 2011 08:22 Uhr
Unsere Festplatten sind zu langsam.
Das Magazin "Technology Review" berichtet über einen Ansatz für das Problem, der zum Beispiel für schnellere Übersetzungen von Internetseiten sorgen könnte - einer datenintensiven Arbeit. Die heutigen Festplatten könnten zwar 10.000 Mal mehr Informationen speichern als Mitte der 80er Jahre, aber die Datenübertragungsraten seien nur etwa 50 Mal schneller als früher.
Der Stanford-Forscher John Ousterhout setzt laut dem Magazin deswegen auf die neue Technologie DRAM, also "dynamic random access memory". Sie kommt heute schon teilweise in Rechnern zum Einsatz, wenn Daten von einem externen Laufwerk gelesen und zwischengespeichert werden. Das Speichern funktioniert nur, solange Strom fließt - für ein sicheres Backup müsste man also weiterhin zusätzlich auf Festplatten setzen.
Ein weiteres Problem: Die Technologie ist noch sehr teuer. Ousterhout erwartet aber, dass die Preise künftig sinken. Außerdem sei das bei der Entwicklung in den 1970ern auch kein Problem gewesen: Festplatten seien niemals billiger als die älteren Bandlaufwerke gewesen - trotzdem hätten sie sich durchgesetzt, weil sie Computer effizienter gemacht hätten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)