17. Oktober 2011 08:53 Uhr
Abschließend werfen wir einen Blick in die Geschichte.
Am 17. Oktober 1911, also heute vor 100 Jahren, wurde über den Antiqua-Fraktur-Streit abgestimmt. Dabei ging es darum, welche Schriftart für die geschriebene deutsche Sprache verwendet werden soll. In Deutschland existierten nämlich etwa seit dem 16. Jahrhundert zwei verschiedene Schriften. Deutsche Texte wurden in Fraktur, also einer gebrochenen Schrift, gedruckt, lateinische Texte hingegen in Antiqua, einer runden Schrift. 1911 wurde das Thema im deutschen Reichstag verhandelt. Der Antrag, Antiqua in Schulen einzuführen, wurde damals abgelehnt. Die Fraktur blieb also Amtsschrift. Trotzdem löste die Antiqua als Alltagsschrift die Fraktur nach und nach ab.
Heute spielt die Fraktur kaum noch eine Rolle. Ein Beispiel für die Schriftart ist die Titelzeile der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)