18. Oktober 2011 11:12 Uhr
Hat Barack Obama die US-Präsidentschaftswahl 2008 gewonnen, weil er deutlich größer als sein Gegenkandidat John McCain ist?
So einfach dürfte sich das nicht erklären lassen, der Größenunterschied scheint aber tatsächlich eine Rolle bei der Bewertung von Anführern zu spielen - in den USA gibt es sogar einen "presidential height index", der das belegt. Die Vermutung: Wir sind von unserer Evolution auf physisch starke Anführer geeicht. Zwei Texaner Wissenschaftler haben das nun in zwei Studien an gut 450 Studenten getestet. Das Ergebnis: Die Probanden malten den "idealen Anführer" meist größer als den "typischen Bürger". Außerdem hielten sich größere Studenten häufiger für fähige Anführer und interessierten sich auch mehr für ein politisches Amt.
Für die Forscher ist das ein weiterer Beleg für die Theorie der Bedeutung der Größe. Sie meinen auch, dass dieses Phänomen kulturell unabhängig sei - es gebe es auch bei den alten Maya und sogar bei Tieren.
Die Studie erscheint im Fachjournal "Social Science Quarterly".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)