18. Oktober 2011 13:52 Uhr
Opfervertreter haben eine neue Befragung zum Missbrauch von Kindern und Jugendlichen kritisiert.
In der Erhebung des Kriminologischen Forschungsinstituts heißt es, die Zahl der Fälle sei zurückgegangen. Das Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt weist darauf hin, dass viele Opfer den Missbrauch komplett verdrängt hätten und deshalb bei Befragungen keine Angaben machten. Der Vorsitzende Norbert Denef sagte, wenn ein Opfer schweige, könne es auch im Geheimen kein Kreuzchen machen. Er bezweifle, dass es überhaupt möglich sei, Statistiken über sexuellen Missbrauch zu erstellen, solche Studien könnten nur falsch sein.
In der repräsentativen Befragung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen berichteten 6,4 Prozent der Frauen und 1,3 Prozent der Männer von sexueller Gewalt vor ihrem 16. Geburtstag. In einer fast 20 Jahre alten Studie lag der Anteil deutlich höher.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)