18. Oktober 2011 15:02 Uhr
"Nazi": Wer dieses Wort gebraucht, provoziert, verletzt - und muss mit scharfen Reaktionen rechnen. Im jüngsten Fall hat das die amerikanische Schauspielerin Susan Sarandon erfahren. Die Zeitung "Newsday" berichtet, dass sie dem Papst das Buch "Dead Man Walking" geschickt habe, in dem es um die Todesstrafe geht. Dann habe sie hinzugefügt, sie habe es dem vorigen Papst geschickt, nicht dem Nazi, der heute im Amt sei.
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Die jüdische Anti-Defamation League forderte Sarandon auf, sich zu entschuldigen. Derartige Äußerungen seien rachsüchtig und dienten lediglich dazu, «die wahre Geschichte und Bedeutung des Holocaust zu herabzustufen». Vertreter der Bürgerrechtsorganisation "Catholic League for Religious and Civil Rights" äußerten sich ähnlich .
Sarandon war für ihre Rolle als Ordensfrau im Film «Dead Man Walking» mit einem Oscar ausgezeichnet worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)