19. Oktober 2011 08:53 Uhr
Wie viel Persönlichkeit steckt im Tier? Über diese Frage machen sich nicht nur Tierpsychologen Gedanken. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" beobachtet angesichts der jüngsten Fachpublikationen über schüchterne Seeanemonen und mutige Zebrafinken einen Trend und schreibt: "Es menschelt in der Evolution". Gemeint sei damit aber nicht eine Vermenschlichung á la "mein Hund versteht mich", sondern ein Forschungsansatz, der sich auf individuelle Merkmale konzentriert, die evolutionär von Vorteil sein könnten. So hätten Forscher der Universität Mainz vor Kurzem festgestellt, dass parasitische Ameisen umso mehr Nachkommen hervorbringen, je variabler die Arbeitertiere in ihrem Verhalten sind.
Der Autor schreibt, bis jetzt seien solche Theorien zum evolutionären Vorteil bestimmter Verhaltensmerkmale allerdings nur unzureichend überprüft worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)