20. Oktober 2011 06:57 Uhr
Ist sie eine Fruchtbarkeitsgöttin? Und haben wir es mit einem völlig neuen Etruskermythos zu tun? Die Spekulationen der Wissenschaftler gehen weit, denn Grundlage ist die möglicherweise erste Darstellung einer Geburt in westlicher Kunst. Wie der Sender "Discovery News" berichtet, befindet sie sich auf einer Tonscherbe, die mehr als 2.600 Jahre alt sein soll. Darauf ist eine Frau im Profil zu sehen - und Kopf und Schultern eines Babys, das offensichtlich gerade geboren wird. Der Fund stammt aus dem Mugello-Tal nördlich von Florenz. Das Gefäß, von dem die Scherbe stammt, wird den Etruskern zugerechnet, die dort zwischen etwa 800 und 100 vor Christus lebten. Es gehört zur Gattung der "buccheri", einer Art schwarzer Tongefäße, die für deren Kultur typisch sind.
Bislang sind nur sehr wenige Darstellungen dieser Art bekannt. Diese sind griechischen oder römischen Ursprungs und damit wesentlich jünger.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)