20. Oktober 2011 08:00 Uhr
"Das ganze moderne iZeug ist das elektronische Fegefeuer." So sieht es der amerikanische Informatiker und Kulturpublizist David Gelernter. Er schreibt in einem Aufsatz in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", er sei sehr wohl für Handys und Internet - in Kinderhänden hätten diese Dinge aber nichts zu suchen. Wenn Kinder moderne elektronische Medien nutzten, bleibe ihnen kein Freiraum, um abzuschweifen und ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen, weil sie ständig woandershin klicken könnten. Beim Fernsehen oder Musikhören sei das anders.
Gelernter gilt als Netz-Vordenker, weil er 1991 in seinem Buch "Mirror Worlds" viele Entwicklungen des Internets voraussah. Heute lehrt er in Yale Computerwissenschaft.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)