20. Oktober 2011 08:58 Uhr
Am 20. Oktober 1971, also heute vor 40 Jahren, wurde Willy Brandt der Friedensnobelpreis zugesprochen. Erfahren hat Brandt von seiner Auszeichnung während einer Sitzung des Bundestages in Bonn. Die Sitzung wurde unterbrochen, als die Nachricht per Telegramm kam, und viele Abgeordnete - auch aus der Opposition - gratulierten dem damaligen Bundeskanzler. In der Erklärung des schwedischen Preiskomitees hieß es, Brandt werde vor allem für seine Politik der Versöhnung gegenüber Osteuropa ausgezeichnet. Er habe sich dafür eingesetzt, Voraussetzungen für den Frieden in Europa zu schaffen. Im Jahr vor der Preisvergabe hatte Brandt nicht nur den Moskauer und den Warschauer Vertrag unterzeichnet, die Teil der Entspannungspolitik waren. Weltweite Aufmerksamkeit erregte seine unerwartete Geste der Demut: sein Kniefall vor dem Ehrenmal der Helden des Ghettos in Warschau.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)