20. Oktober 2011 10:50 Uhr
Die Euro-Krise soll jetzt ausgehebelt werden.
Ein Kredithebel für den Euro-Rettungsfonds ist die große Idee vor dem EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Wochenende. Aber wie funktioniert er eigentlich?
Die Hebelwirkung ist eine Art Versicherungsmodell, das den Kauf von Staatsanleihen überschuldeter Euro-Länder attraktiver machen soll. Nicht der Rettungsschirm ESFS würde dann diese Anleihen kaufen. Stattdessen sollen private Investoren, zum Beispiel Staatsfonds aus Asien, das tun. Um genügend Interessenten anzulocken, wird mit dem Hebel das Risiko eines Zahlungsausfalls bis zu einer gewissen Grenze abgesichert. Die Investoren stünden dann nicht alleine mit ihrem Verlust da. 20 bis 30 Prozent würden vom Rettungsfonds getragen.
Ein Vorteil wäre, dass mehr Geld zur Rettung der Schuldenländer eingesetzt werden könnte, ohne das Kapital des Rettungsschirms aufzustocken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)