21. Oktober 2011 07:02 Uhr

dm-Gründer Götz Werner sieht Grund der Finanzkrise in Denkfehler

Für den Gründer der Drogeriemarktkette dm läuft gerade so einiges falsch. Götz Werner glaubt, dass die Finanzkrise auf einem Denkirrtum beruht. Er sagte der "Frankfurter Rundschau", dieser Denkirrtum fuße im Mythos von der Deregulierung der Finanzmärkte. Es sei aber eine - Zitat - "mephistophelische Blendgranate", dass nur befreite Märkte die wirtschaftliche Entwicklung förderten. Faktisch werde der Markt erst dadurch frei, dass ihm Regeln gesetzt würden. Werner zieht einen Vergleich zum Straßenverkehr: Erst durch die Existenz einer Verkehrsordnung könnten sich die Menschen frei bewegen. Das gelte auch für die Finanzwelt. In den dm-Filialen ließ Werner seinen Mitarbeitern aber bis zu seinem Ruhestand vor drei Jahren ziemlich viel Freiheit und Eigenverantwortung. Das habe auch einige überfordert. Dennoch ist der Unternehmer überzeugt: Wenn zu viele Menschen seine Ideen für unvernünftig gehalten hätten, wäre ihre Umsetzung problematisch gewesen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)