21. Oktober 2011 07:56 Uhr

Wahl-O-Mat auf Tunesisch: "Tunivote" soll Ordnung ins Parteien-Chaos bringen

Nach der Revolution in Tunesien sind neue Parteien wie Champignons aus dem Boden geschossen. Das hat der Deutsch-Tunesier Silmi Khanfir beobachtet und wollte Ordnung in das Chaos bringen. Deshalb gründete er "Tunivote", ein Pendant zum deutschen Wahl-O-Maten. Khanfir sagte der "Süddeutschen Zeitung", das Tool solle dem Wähler helfen, die Parteien herauszufiltern, die ihm am nächsten stünden. Es solle positive Inspiration sein. Dem 37-Jährigen zufolge hatte Tunivote seit seiner Gründung Ende September mehr als 160.000 Nutzer. Die Leute hätten über Politik diskutiert und ließen sich nicht nur von den Wahl-Kampagnen beeinflussen. Das fördert in Khanfirs Augen die Demokratie.

Anders als beim Wahl-O-Maten ist die Teilnahme für Parteien bei der tunesischen Variante freiwillig. Vertreten sind 33 der ursprünglich 110 antretenden Gruppierungen. Den Gründern zufolge ist aber beinahe die Hälfte der Bewerber zurückgetreten, nun stehen 50 Parteien zur Wahl. Abgestimmt wird am Sonntag. Ausprobieren ganz man das Ganze hier

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)