21. Oktober 2011 07:56 Uhr

Handy und Krebsrisiko: Forscher sehen keinen eindeutigen Zusammenhang

In der Forschung besonders umstritten ist die Frage, ob oder wie schädlich das Telefonieren mit dem Handy ist. Dänische Wissenschaftler haben über 18 Jahre hinweg Beobachtungen dazu gemacht. Ihr Ergebnis: Zwischen der langfristigen Nutzung von Mobiltelefonen und dem Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken, gibt es keinen eindeutigen Zusammenhang. Ein Bericht über die umfassende Studie wurde in der Zeitschrift "British Medical Journal" veröffentlicht. Untersucht wurden die Daten von mehr als 350.000 Handy-Nutzern. Selbst unter denjenigen, die schon seit mehr als 13 Jahren mit dem Handy telefonieren, waren kaum mehr Erkrankte als unter Menschen, die kein Mobiltelefon haben.

Entwarnung konnten aber auch die Forscher aus Dänemark nicht geben. Ein leichtes bis mittleres Krebsrisiko könne bei extremen Vieltelefonierern nicht ausgeschlossen werden. Gleiches gelte für Leute, die schon seit über 15 Jahren Mobiltelefone benutzen.

Noch im Juni hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Strahlung von Handys als "möglicherweise krebserregend" eingestuft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)