24. Oktober 2011 06:29 Uhr
Deutschland sei "ein spezieller Fall." So drückte sich Facebook-Manager Elliot Schrage gegenüber dem "Spiegel" aus und meinte damit den Datenschutz. Der Manager sagte dem Nachrichtenmagazin, in Deutschland scheine es eine große Nervosität im Umgang mit Daten zu geben. Das Thema sei auf 16 Bundesländer verteilt und jedes scheine die Aufgabe anders zu interpretieren. Schrage spielt damit unter anderem auf Vorstöße aus Schleswig-Holstein an. Der dortige Datenschutzbeauftragte, Thilo Weichert, hatte mit Geldbußen gedroht, wenn der "Gefällt mir"-Button weiterhin auf Internetseiten verwendet werde. Mittlerweile, so der Facebook-Vertreter, sei man zwar in Gesprächen, aber der Schaden für Facebook sei groß. Zwar wolle das Unternehmen transparent für seine Nutzer sein, aber es sei nicht das Ziel, Sonderlösungen für einzelne Bundesländer zu schaffen.
Unterdessen stärkt Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner den Datenschutzbeauftragten in der Auseinandersetzung mit Facebook den Rücken. Sie sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", sie begrüße es, dass die zuständigen Datenschutzbehörden offensichtliche Rechtsverstöße nicht auf sich beruhen ließen und konsequent einschritten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)