24. Oktober 2011 07:25 Uhr

Russland-Analysen: Parteien werden vom Staat kontrolliert

Im Dezember wählt Russland ein neues Parlament, drei Monate später dann den Präsidenten. Im Vorfeld dieser Wahlen haben Beobachter bereits ihre Arbeit aufgenommen. Der russische Politologe Alexander Kynew arbeitet bei der NGO "Golos", die mit deutscher Unterstützung unabhängig über die Wahlen informieren will.

In der neuen Ausgabe der Russland-Analysen beschreibt Kynew die Besonderheiten des russischen Parteiensystems: In seinem Land gebe es keine Parteien, die dem westlichen Verständnis entsprächen. Wegen der mangelnden Gewaltenteilung könnten Parteien in Russland nicht normal existieren, denn sie stünden "unter der Fuchtel" der staatlichen Bürokratie. Das auf diese Art gelenkte Parteienwesen könne sich aber schnell ändern, schreibt Kynew, und zwar, wenn sich die politische oder wirtschaftliche Situation im Land ändere.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)