24. Oktober 2011 09:54 Uhr
In der Diskussion über unser tägliches Brot sollten wir intelligentere Fragen stellen, als einfach nach dem "besser oder schlechter". Das fordert der Philosoph Matthias Kaiser von der norwegischen Universität Bergen. In einem Beitrag für die Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen beschäftigt sich Kaiser mit dem Thema Aquakultur, der Zucht von Tieren oder Pflanzen im Wasser. Schon vor über 4.000 Jahren hätten Menschen Fische gezüchtet. Nach einer Prognose der Welternährungsorganisation FAO könnten im Jahr 2020 sogar 60 Prozent der Speisefische aus Aquakultur stammen.
Kaiser schreibt, dass Fragen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes in diesem Bereich nicht einfach zu beantworten seien. Zwischen einer kleinen Schrimpszucht in Bangladesch oder der industriellen Lachsproduktion etwa in Norwegen lägen Welten. Und dennoch hätten beide Vor- und Nachteile.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)